2015-10-06

es erwacht in bewusstloser angst vor der stille, der reglosigkeit . es schreit . es flammt von kopf bis fuß vor bedürfnis, vor sehnsucht, vor unerträglicher ungeduld . es schnappt nach luft und schreit , bis sein kopf von dem geräusch angefüllt ist und pulsiert . es schreit, bis ihm die brust weh tut, bis seine kehle wund ist . es kann den schmerz nicht länger ertragen; sein schluchzen wird schwächer und hört auf . es lauscht . es rollt den kopf von einer seite zur andern . nichts hilft . es ist unerträglich . wieder fängt es zu schreien an, aber seiner angestrengten kehle wird das zuviel; es hört bald wieder auf . es versteift seinen von sehnsucht gefolterten körper und erfährt eine andeutung von erleichterung . es wedelt mit den händen und stößt mit den füßen . es hört auf, fähig zu leiden, doch unfähig zu denken, unfähig zu hoffen . es lauscht . dann schläft es wieder ein .


2015-10

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