hallo daniela

hallo daniela,
du schreibst : es gibt z. B. Kulturen, die im Konfliktfalle, alle Beteiligten so lange in der Mitte eines Kreises versammeln, in dem die Konfliktparteien sich begegnen können umgeben von der Gemeinschaft – getragen, bis sie eine friedliche Lösung gefunden haben, sich verständigten .
eigentlich sollte das jede gruppe so machen .
es wird aber nicht gemacht, meist mit der begründung, das sei zu zeitaufwendig . da ist was dran (kennen wir ja alle) .
in dem fall sollte es noch eine zusätzliche struktur geben, den vertrauensbaum . kann sich die gruppe nicht einigen, entscheidet die mitte des vertrauensbaumes .
wenn sich das bewährt, kann man es sogar in weltweitem maßstab praktizieren [1].
ich habe CE gewählt (deshalb verfolge ich eure diskussion auch mit besonderem interesse und möchte gern daran teilnehmen (entweder über dich oder über email (hab leider CE’s adresse nicht))
CE hat recht mit den wasserträgern . wir sollten unterscheiden zwischen community und redaktion und uns mehr auf das eigene potential besinnen (das ist ohne zweifel da (auch da hat CE recht)) .
gern würde ich dir noch viel mehr schreiben, aber ich muss morgen früh raus .

[1] zitat aus einem kommentar von CE
Es geht nichts über eine auf genauer Kenntnis aufgebaute Vertrauensbasis, über Jahre aufgebaut, die sich auf ausgewiesen integre und transparente Persönlichkeiten stützt.
Und da ist Deine Vorsicht völlig angebracht und das einzige Mittel, sich zu schützen. Dieser “human factor”, den man nur in aktiver Interaktion einschätzen kann, ist für mich in dieser immer komplexeren Welt mit rasantem technischen Fortschritt, zunehmend wichtiger geworden.
Was nützen mir in Arbeitswelt und politischem Raum “Masken”, hinter die man nicht schauen kann. So etwas wie eine Sicherheit im Freundeskreis müsste man auch versuchen, in Nachbarschaftsräumen aufzubauen, sonst wird man widerstandsunfähig durch die Macht von Eliten um den Sinn des eigenen Lebens gebracht.

zu den gedichten (ich dachte, die gäb’s gar nicht mehr) :
‘Diese Zeilen stammen von Meta Kluge, die sechs Jahre im DDR-Strafvollzug in Bützow/Dreibergen (Mecklenburg-Vorpommer) inhaftiert war.
Ihr Verbrechen: Sie war eine Zeugin Jehovas. Meta Kluge kam 1950 nach Bützow/Dreibergen. Mit diesem Ort verbinden sich düstere Erinnerungen. Die meisten der in der DDR-Haft oder an deren Folgen verstorbenen Zeuginnen Jehovas starben in Bützow.
Meta Kluge begann schon während der Haft einen Bericht über ihre Erlebnisse anzufertigen. Sie schrieb Gedichte, obwohl Schreiben ebenso wie der Besitz von Schreibutensilien den Häftlingen streng verboten war.
Meta Kluge erfand mehrere Methoden, dieses Verbot zu umgehen. Ihr Ziel war es, in Versform unauslöschlich die Erinnerung zu speichern, um sie mit in die Freiheit herauszunehmen.
So sind die Gedichte Zeugnisse des menschlichen Selbstbehauptungswillens geworden. Nach der Haft dienten ihr die Gedichte als Gedächtnisstütze zur Abfassung ihres Berichtes über ihre Erlebnisse.’
(gegoogelt)

ich kannte meta kluge persönlich (den namen 144000 habe ich in gedenken an sie angenommen) und habe ihre handgetippten erinnerungen und gedichte in den computer eingegeben.
wir wollten sie im internet veröffentlichen (frei natürlich), aber dann hat die ‘gesellschaft’ kurz vor ihrem tode (wahrscheinlich starb sie an den spätfolgen der haft) sich alle rechte von ihr überschreiben lassen und die diskette an sich genommen .
ich hatte noch eine kopie (inzwischen nicht mehr auffindbar) und habe versucht, die texte in einem wiki zu veröffentlichen . plötzlich teilte der betreiber mir mit, die ‘gesellschaft’ habe ihm mit dem rechtsanwalt gedroht und er sei gezwungen, das wieder zu entfernen .
seitdem rede ich mit jehovas zeugen erheblich präziser und wech sind se . ok, einzelne verbindungen habe ich noch .
so, muss punkt machen , freu mich schon auf das nächste lebenszeichen von dir .
liebe grüße .


2014-01-19, DW

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