UweB 2015-10-13

Es sind nicht nur einfach “Sprachspiele” als Welt in der wir leben. Die Fähigkeit zu träumen, reden und handeln wird von der Erzählbarkeit mitgestaltet. Das die Menschen sich auf Sprache einlassen mußten hat zwar scheinbar in der sogenannten babylonischen Sprach Verwirrung ihre Tendenz zur Gottesnähe verhöhnt. Aber so haben Juden Babylon erinnert, weil sie dort nur billige Arbeitskräfte waren. Jedes Wesen sucht nach Verständigung mit seinen Mitgliedern und nach Heimlichkeit gegenüber den Feinden. Das formt die Kommunikation in zwei Richtungen. Einmal darf es für Gegner nicht verstanden werden und Freunde sollen darin befreundet bleiben. Nun wird Sprache in manchen Dingen gänzlich überfordert, sobald es um Existenz und Vernichtung in der Rede geht. Daher sagte sich auch “ab jetzt sprechen die Waffen”. Wir können ‘Jenseits’ nicht in Worte fassen. Also kann Sprache uns dort auch nicht hinbegleiten, obwohl es bisweilen versucht wird. In der Mathematik war es ähnlich mit der “Null” für “Nichts” und schließlich negative und irrationale “Zahlen” dies gibt es auch in Handlungen und Erzählungen (Erz&Zahl) und verschiedene unbeschreibliche Trancen. Allein die Herausforderung das mit Worten eine Geschichte angeordnet werden möchte, führt zu einer Metaphorik, die deswegen Geschichte wurde, weil sie so sagbar ausgemalt und beschrieben wurde. Sobald eine Sprache in Vergessenheit geriet verblasst auch die Geschichte, die damit erzählt wurde. Allerdings nur in der Buch-geschichte. Zwischen den Zeilen und dem Satzbau bleibt eigentlich alles vorhergehende weiter entzifferbar. Auch wenn es jetzt grad keiner weiß. Ägyptische Hieroglyphen waren 1400 Jahre nicht lesbar. Maya Hieroglyphen waren 500 Jahre nicht lesbar. Jetzt sind sie es wieder. Das lange Schweigen darüber hat nichts verändert und die vielen Worte in diesen Jahren haben auch nur diese Geschichte sein und werden lassen. Es wird mit der Zeit eine Menschheit dabei entstehen, welche ihre Geschichte ohne Worte und womöglich mit den Taten der Anderen schöpfen. Und trotzdem mit der Gewissheit leben selbst der Urheber davon zu sein. Weil es ist nicht nur das geschaffen, was einer Wortwörtlich sagend anordnet (Abrakadabra ist so ein Herrscher Ausspruch) da sind auch andere Ebenen. Nennen wir sie Geduld, Liebe, Fürsorge, Telepathie und Empathie. Die von einem sogenannten “Nichts” ja auch etwas erfahren. Nur dann aber nicht viel Worte dazu verlieren. Dieses “nicht seiende” (sei…~ende), wo wir in geltenden Begriffen drumherum reden, existiert nur in der Vorstellung lebendig seiender. So hat die Mathematik dann auch “annähernd Null” und “annähernd unendlich” in ihren Bildern beschrieben. Ganz gleich ob die Rede davon ist da wäre nichts oder da ist etwas. Beides existiert nicht ohne das Andere. Das “etwas” hat nichts zum Inhalt und das “nichts” ist nur ein sehr verdünntes räumlich begrenztes klitzekleines etwas. Welches keine Relevanz haben möge… – aber ist dem so?


UweB

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